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Motivation für die Community

Teams für die Community begeistern

Communities of practice (COP) sind wertvoll, um Wissen aufzubauen und zu teilen. Da die Mitwirkung freiwillig geschieht, ist es wichtig, die Mitarbeitenden zur Teilnahme zu motivieren. Marco Ravicini erklärt, wie bbv seine Teams zur Mitwirkung in den COP begeistert.

06.09.2018Text: bbv0 Kommentare
Community
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Vertrauen und Gemeinsamkeit aufbauen

Basis für die Begeisterung zum Mitwirken in einer Community ist Vertrauen. Nur wer seines Jobs sicher ist und eine langfristige Perspektive hat, teilt sein Wissen offen mit anderen. Ebenso wichtig ist eine Kultur des Miteinanders – in der COP und im Unternehmen. Das Wissen um die Stärke der Gemeinsamkeit und das Gefühl, ein geschätzter Teil des Ganzen zu sein, ist eine starke Triebfeder.

Persönliche Kontakte initiieren

Persönliche Kontakte müssen gefördert werden – vor allem über Standorte hinweg. So entsteht Zusammenhalt, der Austausch wird intensiviert und es entsteht der Wunsch, die Kontakte in der Community weiter zu pflegen. Personalisierbare Funktionen auf der COP-Plattform stärken Kollegialität, Freundschaft, Vertrauensbildung und Integration, erzeugen ein virtuelles «Wir»-Gefühl. Essentiell dafür sind beispielsweise Profile, die vom Nutzer selbst ausgefüllt und gestaltet werden können – mit Alias, Foto, Angaben zu Tätigkeit, Hobbys, Alter oder Familienstand. So können sich die Teilnehmer ein Bild von den anderen Mitgliedern machen. Auch Funktionen wie «Wer ist online» sind wichtig. So ist ersichtlich, ob gerade jemand online ist, mit dem man sich austauschen oder beratschlagen will. «Private Rooms» geben zudem Raum für den Austausch von Privatem – was Kollegialität und Vertrauen stärkt.

Motivation von innen erzeugen

Äussere Anreize wie Rankings oder Punkteprogramme für Beiträge in der Community verpuffen schnell. Die Motivation muss daher intrinsisch, aus der Community selbst erwachsen. Dazu sollten die Vorteile für alle Mitglieder klar kommuniziert werden:

  • Persönlicher Wissenserwerb und lernen – und damit mehr Erfolg und Karrierechancen.
  • Mehr Sinn im eigenen Tun.
  • Mehr Selbstwertgefühl durch Sichtbarkeit der persönlichen Kompetenz nach aussen.
  • Mehr Freiheit, da jeder in der COP wichtige Themen selbst aktiv anstossen kann.
  • Integration in die Gemeinschaft und Kooperation auf Augenhöhe statt Einzelkämpfer-Dasein.

Gerechtigkeit schaffen

Alle sollen ihr Wissen gleichermassen einbringen und paritätisch profitieren. Eine COP ist eine Plattform für Ressourcenaustausch, keine Ressourcenquelle. Es geht nicht um Wissensverteilung, sondern um Wissensentwicklung.

Transparenz gewährleisten

In der COP vorhandenes und generiertes Know-how wird unternehmensweit verbreitet und genutzt. So profitieren alle, erkennen die Attraktivität der COP und werden zum Mitmachen animiert.

Erfolge kommunizieren und zelebrieren

Regelmässige Informationen über aktuelle Themen und die Fortschritte der COP sind eine attraktive Einladung. Erfolge werden geteilt – und öffentlich gefeiert. Denn nichts motiviert mehr als Lob.

Unterstützung «von oben» geben

Frei und flexibel verfügbare Zeit für die COP ist essenziell. Nachfragen zu müssen, erstickt jede Motivation im Keim. Zudem braucht es Raum für «Experimente». Auch wenn diese nicht zum Ziel führen, bringen sie neue Erkenntnisse, beflügeln die Kreativität. Fehler sind erlaubt, weil man aus ihnen lernt.

Menschliche Hürden eliminieren

Oft sind es nämlich menschliche Schwächen, etwa Besserwisserei hierarchisch höhergestellter Community-Mitglieder, die eine COP unattraktiv machen. Aber auch Egoismus oder kommunikatives Unvermögen einzelner Mitglieder sind Hemmsteine. Manche Menschen haben indes Mühe, mit anderen Personen auf sozialer Ebene zu interagieren. Etwa, weil sie sehr schüchtern sind oder ihre Gedanken nur schwer in Worte fassen können. Sie zu motivieren, in einer COP aktiv zu werden, ist eine grosse Herausforderung. Daher braucht es Rückzugsräume, in denen von der Agenda abweichende Themen oder Probleme und Differenzen abseits der «grossen Bühne» diskutiert werden können. So werden Spannungen gelöst. Zudem entstehen aus solchen Nebenschauplätzen oft nachfolgende Themen, welche die COP voranbringen – in eventuell geänderter Konstellation.

Kultivieren statt managen

Eine COP muss man kultivieren – nicht managen. Der Lead leitet daher weniger als er animiert und moderiert. Die Inhalte liefert die Community, der Lead setzt aber Initialzündungen oder lädt Personen, die wichtige Inputs liefern können, persönlich ein. So kann auch Nachwuchs für Kernpositionen generiert werden. Damit sich nicht nur die Themen, sondern auch die Kerngruppe und damit die gesamte COP kontinuierlich weiterentwickelt.

Marco RaviciniDer Experte

Marco Ravicini

Marco Ravicini ist als Senior Software-Architekt .NET bei der bbv tätig. Als Lead der Software Craftsmanship und .NET Community innerhalb der bbv ist ihm der Erfahrungs- und Wissensaustausch sehr wichtig. Marco ist passionierter Vertreter der Software Craft Bewegung.

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