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25 Jahre bbv

Führen mit Weitsicht

Offene Fehlerkultur, respektvoller Austausch und Vertrauen statt «Command and Control»: bbv-CEO Philipp Kronenberg erklärt, wie seine Mitarbeitenden Verantwortung übernehmen – und warum sich solche neuen Führungskonzepte auszahlen.

11.03.2021Text: Philipp Kronenberg0 Kommentare
Philipp Kronenberg
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Die Geschäftswelt macht gerade – wieder einmal – einen grossen Wandel durch. Geprägt durch die digitale Transformation, die schnellen Veränderungen im Unternehmensumfeld und nicht zuletzt durch die nachrückenden Generationen Y und Z mit ihren eigenen Wertvorstellungen. Alles scheint in der digitalen Welt möglich. Es herrschen grosse Freiheiten. Das kann jedoch – dies die Kehrseite – zu Unentschlossenheit und Unsicherheit führen.

Führen war, vermutlich, früher einfacher als heute. Doch aus meiner Perspektive ist diese Tätigkeit heutzutage viel erfüllender und nachhaltiger, denn die Zeiten von «Command and Control» sind zum Glück vorbei. Die neuen Anforderungen der Arbeitswelt haben dazu geführt, dass wir das Thema Führung heute anders angehen und umsetzen können.

Auf Augenhöhe begegnen

Bei bbv leben wir eine Kultur, bei der man seinem Gegenüber auf Augenhöhe und mit Respekt begegnet – vom Verwaltungsrat übers Management bis hin zu den Engineers. Respekt schreibt sich manches Unternehmen auf die Fahne. Doch wir haben genauer hingeschaut, was «Respekt» eigentlich bedeutet. Respekt ist nicht zu verwechseln mit Anstand, bei dem man nickt, aber dann die Faust im Sack macht. Respekt heisst, unterschiedliche Meinungen und Ideen als gemeinsames Eigentum und als Gewinn zu sehen. Wir bemerken, dass Teams mit hoher Diversität Bestehendes regelmässiger hinterfragen und optimieren, weil sie viele verschiedene Sichtweisen einbeziehen und dadurch das grosse Ganze sehen. Wir erleben, wie Diversität hilft, den besten Lösungsweg zu finden.

Respekt leben, Vertrauen schenken

Wissenschaftlich gesehen, gehört Vertrauen – sowohl in andere sowie auch in sich selbst – zu den Grundessenzen für unser seelisches und körperliches Wohlbefinden. Anderen zu vertrauen, ist jedoch immer mit dem Risiko verbunden, enttäuscht zu werden. Daher versuchen wir bei bbv, den Umgang miteinander nicht auf Erwartungen zu stellen, sondern einen Dialog über die Voraussetzungen für Erfolg und Zielerreichung zu führen.

Die konsequente Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Rahmenbedingungen führt in diesem Kontext zu einem verbindlichen Dialog über gemeinsam vereinbarte Massnahmen und deren Konsequenzen. Für mich ist dies ein Grundsatz der Führung auf Augenhöhe beziehungsweise der menschenorientierten Führung.

Fehler tolerieren, nach Exzellenz streben

Wichtig ist auch der Umgang mit Fehlern. Weil wir nur erahnen können, wie die Welt morgen aussehen wird, und weil die Veränderungsgeschwindigkeit enorm hoch ist, können wir aktuell oft nur auf einer relativ dünnen Datenbasis entscheiden. Das heisst, dass Fehler heute systeminhärent sind. «Continuous Improvement» ist bei bbv keine leere Worthülse. Ob in Projektteams, im Umgang mit Kunden oder in den Führungsgremien: Wir setzen uns konsequent und permanent mit Verbesserungen auseinander und lernen dabei. Mit Druck zu führen und Fehler zu bestrafen, funktioniert nicht – und wir wollen es auch nicht. Wenn ein Fehler passiert, schaue ich immer genau hin, aber nach vorne. Und ich bin nicht nachtragend. Im Grunde aber wollen wir Fehler vermeiden. Eine hohe Qualität und das Streben nach Exzellenz ist bei bbv Teil der DNA.

Wenn Dinge nicht funktionieren, gehört es zur Führungsaufgabe, Entscheidungen zu fällen und umzusetzen. In solchen Fällen liegt mir eine offene Kommunikation sehr am Herzen: Ich probiere immer, so früh und so transparent wie möglich zu kommunizieren. Denn eine offene Kommunikation entscheidet über die Stimmung im Unternehmen. Emotionale Kurzschlüsse sind hingegen Gift. Auch wenn es mir nicht immer gelingt, hilft es, gewisse Entscheidungen und manchmal die damit verbundene Kritik als Chance zu sehen.

Philipp Kronenberg
Neue Führungskonzepte in sich dauernd verändernden Zeiten: bbv-CEO Philipp Kronenberg.

Kulturprinzipien vorleben

Neue Mitarbeitende werden vom ersten Tag an aktiv eingebunden. Sie sollen spüren, dass ihnen bei bbv Vertrauen geschenkt wird: Vertrauen in ihre Fähigkeiten, Vertrauen in ihre Mitwirkung, Vertrauen in ihre Lernfähigkeit, Vertrauen in ihre Leistungsbereitschaft. Beim Empfang durch die Geschäftsleitung werden diese Kulturprinzipien mit den neuen Kolleginnen und Kollegen besprochen. Später werden sie in bilateralen Gesprächen mit dem Service-Unit-Leiter konkretisiert.

Unsere fünf Kulturprinzipien definieren, wie wir von unseren Kunden und Partnern wahrgenommen werden möchten. Exzellenz, Kundenorientierung und Mitverantwortung, Respekt und Leidenschaft sind permanente Begleiter im Führungsalltag.

Als Voraussetzung für die Aussenwahrnehmung, aber auch im Kontext der Technologiebedingten Veränderungskadenz ist Agilität unumgänglich. In unserem Bestreben, Visionen zu verwirklichen und Mehrwert zu generieren, brauchen wir ein Führungsverständnis, das schnelles Agieren, Flexibilität und Robustheit erlaubt. Bei unerwarteten Chancen und Herausforderungen wollen wir fähig sein, hocheffizient und wirksam zu handeln.

Dass der Führungsalltag heute ein anderer ist als noch vor ein paar Jahren, erscheint augenfällig. Führen bedeutet also, den Umgang mit Veränderung zu meistern. Bei bbv tun wir dies seit 25 Jahren.

Der Autor

Philipp Kronenberg

Philipp Kronenberg ist seit Anfang 2014 CEO der bbv Software Services. Zugleich bekleidet er den Posten des CFO, den er zuvor bereits seit elf Jahren innehatte. Kronenberg sammelte Berufserfahrung als Controller und Treuhänder in Industriebetrieben und studierte Betriebsökonomie an der Hochschule Luzern.

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